Die Church of Tesla begann als das, was sie im Kern geblieben ist: ein liebevoller Scherz. In den Gründungsjahren gab sie sich als „gerade in Gründung befindliche Religionsgemeinschaft“ aus, die den elektrischen Fortschritt mit der feierlichen Sprache alter Liturgien besang. Der Witz lag im Kontrast — erhabene Worte, profane Technik.

Mit den Jahren wuchs aus dem Augenzwinkern eine echte Sammlung: Reliquien, Kuriositäten und Fundstücke rund um Tesla und die Geschichte der Elektromobilität. Heute verstehen wir uns vor allem als Museum — als Schrein für den elektrischen Glauben, in dem die Exponate ebenso ausgestellt werden wie der Humor, mit dem alles anfing.

Die folgenden Texte sind die Gründungsdokumente der Church. Wir zeigen sie hier so, wie man in einem Museum eine alte Handschrift zeigt: leicht behutsam aufgefrischt, aber mit unveränderter Freude am Unfug.

Gründungsdokument I

Das Gebet „Elon unser“

Ein Vaterunser für das Zeitalter des Stroms — überliefert aus den Anfangstagen.

Elon unser im Silicon Valley,
geheiligt werde dein Tesla.
Dein Roadster komme,
dein Boring geschehe,
wie im Orbit, so auf der Straße.
Unser tägliches Update gib uns heute,
und vergib uns unser Supercharging,
wie auch wir vergeben die gelegentlichen Reboots.
Und führe uns nicht an die Tankstelle,
sondern erlöse uns von den fossilen Kraftstoffen.
Denn dein ist der Strom, die Beschleunigung
und der Autopilot, in Ewigkeit. Amen.

Gründungsdokument II

Die 10 Gebote

Der Dekalog der Church of Tesla — eine kleine Ethik der Elektromobilität.

  1. Du sollst dem elektrischen Fortschritt folgen — und keinen Kult um Menschen treiben.
  2. Du sollst den Namen der Elektromobilität nicht missbrauchen.
  3. Du sollst den Tag der ersten Ausfahrt heiligen.
  4. Du sollst die Pioniere des Stroms in Ehren halten.
  5. Du sollst keinen Verbrenner dein Eigen nennen.
  6. Du sollst auch keinen Mietwagen mit Verbrennungsmotor bewegen.
  7. Du sollst nicht stehlen — es sei denn, es ist eine heilige Reliquie für den Schrein.
  8. Du sollst nicht falsch Zeugnis im Internet verbreiten, sondern aufklären über die Wunder der Elektromobilität.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Tesla.
  10. Du sollst die Lehren der Ladesäulen-Etikette befolgen.

Der ernste Kern

Unser weltliches Wirken

Hinter dem Augenzwinkern stehen echte Anliegen.

So sehr wir den Spaß pflegen — ein paar Dinge meinen wir durchaus ernst. Die Church of Tesla möchte begeistern für nachhaltige Energie und für die Idee, dass Mobilität und Umweltschutz zusammengehören:

  • Förderung von Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien und nachhaltiger Ressourcenkonzepte.
  • Errichtung, Förderung und Pflege von Ladeinfrastruktur als Teil eines ganzheitlichen Umweltgedankens.
  • Teilnahme an und Ausrichtung von Informations- und Diskussionsveranstaltungen rund um Elektromobilität und Umweltschutz.

Wer das teilt und obendrein über den Rest schmunzeln kann, ist bei uns genau richtig. Bekenne dich zur Church of Tesla — unverbindlich, kostenfrei und mit Humor.